Biennale Venedig 2024 – der österreichische Pavillon

Der Pavillon unserer österreichischen Nachbarn auf der Biennale 2024 ist gestaltet von Anna Jermolaewa. Sie setzt sich in ihren Arbeiten mit den Themen Fremde, Migration, nationale Identität und kulturelle Vielfalt auseinander und richtet ganz speziell ihren Fokus auf Künstlerinnen und Künstler, die eigene Erfahrungen mit Flucht und Migration gemacht haben.

Geboren in Leningrad (UdSSR) und seit 1989 in Wien lebend, zeigt sich Anna Jermolaewa in ihrer Arbeit als aufmerksame Beobachterin des menschlichen Zusammenlebens und dessen gesellschaftlichen und politischen Bedingungen. Für den österreichischen Beitrag spannt sie einen Bogen von ihrer persönlichen Migrationserfahrung bis hin zu gewaltlosem Widerstand gegen autoritäre Regime. Die Präsentation im Pavillon umfasst Videos, Installationen, Leuchtobjekte, Sound und performative Elemente. Dabei kombiniert sie neue Werke mit Erweiterungen bestehender Arbeiten. Im Mittelpunkt stehen die Sprache und Ausdrucksformen des gewaltfreien Widerstands.

„In dem gezeigten Werk ‚Rehearsal for Swan Lake‚, das in Zusammenarbeit mit der ukrainischen Choreografin Oksana Serheieva entstand, bezieht sich Anna Jermolaewa auf eine Erinnerung aus ihrer Teenagerzeit. In Zeiten politischer Unruhen, z. B. nach dem Tod eines Staatschefs, ersetzte das sowjetische Fernsehen seine reguläre Sendung durch Tschaikowskis Schwanensee, der tagelang in einer Schleife lief. Im kulturellen Gedächtnis der Sowjetunion wurde das berühmte Ballett zur Chiffre für einen Machtwechsel. Anna Jermolaewa und Oksana Serhejewa verwandeln das Ballett von einem Instrument der Zensur und Ablenkung in eine Form des politischen Protests – hier proben die Tänzer für einen Regimewechsel in Russland.“

Quelle des obigen Zitates (in eigener Übersetzung): Biennale Arte 2024 | Austria; mehr zum österreichischen Pavillon: Biennale 2024 (bmkoes.gv.at) un dhier noch der Link zum Webauftritt der Künstlerin Anna Jermolaewa

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