Die Ausstellung Super Superior Civilizations im Schweizer Pavillon ist in zwei Teile gegliedert – Miracle of Helvetia und Roma Talismano – und präsentiert das sechste und siebte Kapitel der monumentalen Saga Superfictional World Atlas, an der der schweizerisch-brasilianische Künstler Guerreiro do Divino Amor seit nunmehr 20 Jahren arbeitet. Allegorisch und potenziell unendlich in seinem Umfang, zielt sein Atlas – mit scharfer Ironie und scheinbarer Leichtigkeit – auf entscheidende politische Themen wie den Umgang mit Macht und kollektiver Vorstellungskraft durch die Medien, das Finanzsystem und die Religion.
Der Schweizer Pavillon, wie ihn sich der schweizerisch-brasilianische Künstler Guerreiro do Divino Amor vorstellt, spielt mit der nationalen Logik der feierlichen Selbstdarstellung durch Kultur, die vor über einem Jahrhundert den Ursprung der nationalen Pavillons an den Giardini della Biennale bildete. Guerreiro do Divino Amor ist ein leidenschaftlicher Forscher, ein neugieriger Dokumentarist mit einer traumhaften Vorstellungskraft und ein außergewöhnlicher Weltenbauer, der die Besucher einlädt, wohlwollend über unseren Chauvinismus und die Klischees zu lachen, mit denen wir die Welt und uns selbst darstellen. Letztere Haltung scheint uns in einer Zeit zunehmender politischer Polarisierung und radikaler Gegensätze, wie wir sie derzeit erleben, von grundlegender Bedeutung.
‚Super Superior Civilizations‘ setzt sich kritisch mit der Bildsprache nationaler politischer Mythen, deren Aufladung, Hierarchisierung und Nutzung auseinander. Guerreiro do Divino Amor überzeugt mit seinem Ansatz, verschiedene Narrative mit Virtuosität, Ironie und Humor zu verknüpfen. Dabei arbeitet er die unterschiedlichen Verflechtungen unserer globalisierten Existenz heraus, die unter anderem von postkolonialen Verzerrungen geprägt sind.
Quelle dieser Einführung und jede Menge mehr Informationen: Schweizer Pavillon ; ein wenig mehr zum Künstler und seinem Superfictional World Atlas Project: Guerreiro do Divino Amor
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