Nach den italienischen Künstlergruppen, die ich in den vergangenen Tagen vorgestellt habe, nun zu einigen – für die italienischen abstrakte und konkrete Kunst – wichtigen Künstlern: Ich beginne mit Piero Dorazio. Er ist einer der wichtigsten Wegbereiter der Abstraktion in Italien. Er gründet mit einer Reihe anderer italienischer Künstler 1947 die Gruppo Forma. Obwohl erst 20 Jahre alt, ist dies nicht die erste Künstlergruppe, die er gründet, sondern schon die dritte Gruppe: 1945 gründete er mit einigen anderen Künstlern schon die Gruppo Ariete und anschließend auch die Gruppo Arte Sociale.

Quelle: WikiArt (c) FairUse
Über sein Leben als Weltbürger habe ich folgenden Text gefunden:
„Der römische Maler Piero Dorazio, 1927 geboren, führt das Leben eines Weltbürgers. Er beginnt ein Architekturstudium in Rom, geht 1947 als Stipendiat der École des Beaux-Arts nach Paris und verbringt inspirierende Zeiten in Berlin, New York sowie in Pittsburgh, Pennsylvania, wo er zeitweise als Professor arbeitet. Dorazio setzt sich mit allen großen Meistern der Moderne auseinander und entscheidet sich für den Weg der Konkreten Kunst. Anders als die Kollegen des Informel mit ihren spontanen Gesten schafft er streng geordnete Kompositionen, in denen er die Phänomene Licht und Farbe untersucht. 1974 findet er eine Heimat in einem ehemaligen Kloster in Umbrien, wo er bis zu seinem Tod 2005 wohnt und arbeitet, nicht ohne regelmäßig auf der Insel Rhodos das Licht Griechenlands in sich aufzunehmen. Neben Gemälden und Grafiken schafft Dorazio auch Glasfenster, Mosaiken und Bühnenbilder und schreibt kunsttheoretische Texte zur Moderne. Er will, wie er schreibt, keine Trennung zwischen den Zonen des Lichts und den Zonen des Schattens, ‚vielmehr fortwährende Veränderung innerhalb der chromatischen Struktur von Myriaden von Farbmolekülen, Farbklängen, Schwingungen und Tönungen …‘“
Quelle: Internetauftritt der Galerie Wilmsen, Rheineck, Schweiz, online unter: https://www.galeriewilmsen.ch/kuenstler/piero-dorazio/
Mehr über das Leben von Piero Dorazio und jede Menge seiner Werke finden sich im Webauftritt des Archivo Piero Dorazio
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