Stephen Beal und die Raster

Noch ein interessanter kalifornischer Konkreter: Stephen Beal.

Stephen Beal wird 1951 in San Francisco, Kalifornien, geboren und lebt und arbeitet bis heute in der San Francisco Bay Area. Er studiert Kunst zunächst am San Francisco Art Institute und setzt anschließend sein Studium an der Yale University fort, wo er einen Master of Fine Arts erwirbt. Stephen Beal wird vor allem für seine abstrakten Gemälde bekannt, die häufig aus der Verwendung von ungewöhnlichen Materialien wie Sperrholz, Gips und Lack bestehen. Seine Werke sind dabei stark von der Abstraktion der Farbfeldmalerei beeinflusst, aber auch von der klassischen Konkreten Kunst, der Pop-Art und dem Minimalismus.

Stephen Beal, Untitled 2 (from The Whites)
2012

Stephen Beal hat in seiner künstlerischen Arbeit oft mit dem Raster oder dem Grid gearbeitet, einer strukturierten Anordnung von Linien, die wiederum eine Art Raster bilden. Seine Grid-Bilder bestehen oft aus einer Kombination von – schon oben benannten – ungewöhnlichen Materialien, die er in geometrischen Formen anordnet, um komplexe abstrakte Kompositionen zu schaffen.

Das Raster ist ein wiederkehrendes Thema in der Kunstgeschichte und wurde von Künstlern wie Piet Mondrian, Agnes Martin und Sol LeWitt verwendet. In Stephen Beals Werk dient das Raster oft als Grundlage für seine abstrakten Kompositionen, aber er verwendet es auch, um Beziehungen zwischen Farben, Texturen und Materialien zu schaffen. Stephen Beal betrachtet dabei das Raster als ein universelles Konzept, das in verschiedenen Bereichen wie Wissenschaft, Mathematik und Technologie verwendet wird. Er betrachtet es auch als eine Art Metapher für menschliche Interaktion und Beziehungen und betont die Verbindung zwischen Individualität und Gemeinschaft.

In einem Interview mit dem Kunstblog „The Jealous Curator“ beschreibt Stephen Beal seine Arbeit mit dem Raster als einen Prozess, der ihm hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und ein Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos zu finden. Er glaubt auch, dass das Raster eine Möglichkeit ist, den Betrachter dazu zu bringen, sich auf das Bild als Ganzes zu konzentrieren und nicht auf einzelne Details.

Jede Menge Fotos seiner Werke finden sich bei Geoform: Stephen Beal

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Eine Antwort zu „Stephen Beal und die Raster“

  1. Avatar von christinenovalarue
    christinenovalarue

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