Aufbruch der Konkreten Kunst: die „Grupo Ruptura“

Im Jahre 1952 findet im Museum für Moderne Kunst in São Paulo die Ausstellung „Ruptura“ statt. Zwei Jahre nach einer Ausstellung von Max Bill’s Konkreter Kunst in eben diesem Museum und ein Jahr nach der ersten Biennale in Sao Paulo u.a. mit Werken, die sich mit Max Bill auseinandersetzten, ist diese Ausstellung „Ruptura“ der Startschuss für die Konkrete Kunst in Brasilien.

Sieben Künstler organisieren die Ausstellung, gründen gleich noch eine Künstlergruppe mit dem Namen „Grupo Ruptura“ und unterzeichnen am 9. Dezember 1952 bei der Gründung ein Manifest mit ihren Ideen zu „Ruptura“ – auf Deutsch „Bruch, Riss, …“.

Die Gruppe will tatsächliche mit dem Alten brechen und neue Wege in der brasilianischen Kunst gehen. Sie will eine neue Kunst für ein modernes Land geprägt von Wahrheit und Rationalität, dargestellt mit mathematischer, geometrischer Formensprache! Sie will Konkrete Kunst!

 

Manifest der Grupo Ruptura

 

Gründungsmitglieder der Gruppe sind Waldemar Cordeiro, der eigentliche Initiator und Autor des Manifests, sowie Anatol Wladyslav, Leopoldo Haar, Lothar Charoux, Kazmer Féjer, Geraldo de Barros und Luiz Sacilotto. Später kommen dann noch Hermelindo Fiaminghi, Judith Lauand und Maurício Nogueira Lima hinzu. Fast alle machen sich tatsächlich einen Namen als Konkrete Künstler, auch wenn die Gruppe nach wenigen Jahren auseinander bricht.

Mit der „Grupo Ruptura“ ist die Konkrete Kunst endgültig in Brasilien angekommen – der Auf-Bruch ist geschafft!

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