Ernst Ludwig Kirchner – Expressionist!

Ernst Ludwig Kirchner zählt zu den bedeutendsten Expressionisten überhaupt. Derzeit wird sein Werk in einer großen Ausstellung anlässlich seines 80. Todestages in der Staatsgalerie Stuttgart gezeigt. Vorgestern habe ich über die Ausstellung geschrieben. Hier nochmal der Link zur Ausstellung: Ernst Ludwig Kirchner – die unbekannte Sammlung

Ernst_Ludwig_Kirchner

Ernst Ludwig Kirchners Ausstellungsplakat der Galerie Arnold in Dresden, 1910

Habe hier noch eine lesenswerte Einführung zum Künstler gefunden – in einem Katalog zu einer Ausstellung im Museum der Moderne in Salzburg 2009/2010

Ernst Ludwig „Kirchner zählt im 20. Jahrhundert zusammen mit Paul Klee und Max Beckmann zu den bedeutendsten und innovativsten Künstlern Deutschlands. Als heute wohl bekanntestes Mitglied der Künstlergruppe BRÜCKE hat er 1905 bei deren Gründung entscheidend mitgewirkt und die Entwicklung der deutschen Kunst bis kurz vor seinem Wegzug aus Berlin nachhaltig beeinflusst. Der Einberufung als Soldat zu Beginn des Ersten Weltkriegs hielt er weder physisch noch psychisch stand. 1917 verließ er Deutschland und begab sich zur Erholung und ärztlichen Betreuung ins schweizerische Davos, das er zu seiner Wahlheimat machte und bis zu seinem Freitod 1938 – gebrochen durch die Diffamierung seiner Kunst im nationalsozialistischen Deutschland – nicht mehr auf Dauer verlassen sollte. Waren es in Dresden und Berlin und bei den zahlreichen Ausflügen mit Künstlerfreunden die Szenerien der Großstadt und der Kokotten, des Zirkus und der Künstlerateliers einerseits, der Dünenlandschaften und Badeszenen andererseits, die sein Werk in Malerei, Zeichnung und Druckgrafik bestimmten, so gelang ihm in Davos die Distanznahme von seiner bisherigen Welt und die Integration seiner Kunst in eine neue Umgebung. Die Auseinandersetzung mit der Bündner Umwelt, mit den Bergen und Bauern, brachte eine neue Form von Bergmalerei hervor. Kirchners fortwährende Suche nach einer neuen deutschen Kunst, nach neuartigen Formen und expressiven Ausdrucksmöglichkeiten bestimmte seine Arbeit von der BRÜCKE-Zeit bis zum tragischen Lebensende.“

Quelle: Toni Stooss, „Vorwort – Einführung in die Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner“, in: Lucius Grisebach (Hrsg.), Ernst Ludwig Kirchner,  Dumont Verlag, 2009, S. 9f.

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