Heinz Mack und die Künstlergruppe ZERO

Ein wichtiger, deutscher Op-Art Vertreter ist der in Hessen geborene Heinz Mack. Er wird derzeit in einer Reihe von Ausstellungen in Deutschland zu Ehren seines 90. Geburtstages geehrt. Über die Ausstellung im Museum Ritter habe ich neulich geschrieben (Heinz Mack in Waldenbuch).

Heinz Mack studiert in den fünfziger Jahren in Düsseldorf Kunst und in Köln Philosophie. In Köln lernt er Otto Piene kennen, der ebenfalls Philosophie studiert und die beiden arbeiten zusammen in einem gemeinsamen Atelier an ihren Werken. Sie beginnen sogenannte „Abendausstellungen“ in ihrem Atelier zu veranstalten und gründen schließlich 1958 gemeinsam die Gruppe Zero, der sich später auch noch Günther Uecker anschließt.

Heinz Mack, Kleine Wüste, 1964
Quelle: WikiArt, (c) FairUse

Die Künstler der ZERO Gruppe setzen sich ganz bewusst in ihren Arbeiten von den klassischen Vorstellungen und Konventionen der Malerei, insbesondere auch der abstrakten Malerei, ab. Die Arbeiten beinhalten oft „fremde“ Elemente, wie Licht oder Wasser, sind oft mit technischen Konstruktionen versehen oder werden gar durch Apparaturen und Installationen in Bewegung gesetzt. Farbe ist nur noch ein Gestaltungsmittel unter vielen. Industrielle Werkstoffe, wie Nägel, Aluminiumplatten, Glas oder Spiegel finden sich ebenso in den Arbeiten, wie auch immer komplexere Maschinen und Lichtinstallationen. Insbesondere der Schweizer Künstler Jean Tinguely erzeugte mit seinen technischen Apparaturen und surrealen Maschinen bewegte Bilder und brachte seine Kunstwerke in Bewegung und Rotation. Die traditionellen Bildanordnungen werden gesprengt. ZERO wird zu einer der bedeutendsten, internationalen Avantgardebewegungen nach dem Zweiten Weltkrieg.

„Das zentrale künstlerische Thema von Heinz Mack ist das Licht als gestalterisches Mittel. Er erweitert im Laufe seiner Karriere konsequent seine künstlerische Praxis: Er experimentiert mit unterschiedlichem Material, mit Bewegung und Formen. Er entwirft vibrierende Lichtreliefs, kinetische Objekte, monumentale Lichtstelen oder lichtreflektierende Kuben. Heinz Mack hat ein übergreifendes Verständnis von Kunst, welches durch dynamische Strukturen geprägt ist. Neben der Malerei gehören auch Zeichnungen, Tuschen, Pastelle, Fotografie, bibliophile Werke und die Gestaltung von öffentlichen Plätzen, Kirchenräumen, Bühnenbildern und Mosaiken zu seinem breitgefächerten Oeuvre.“

Jede Menge Informationen, Bilder und biographische Daten über den Künstler in seinem Webauftritt: Heinz Mack; Zur Vertiefung des Themas ZERO verweise ich auf einen älteren Blockbeitrag (Zero ist die Stille …) und auf den wirklich gut gelungenen Wikipedia Artikel: ZERO

Quelle des obigen Zitates ist die Einführung in eine Ausstellung, die derzeit im Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal stattfindet: Heinz Mack – Skulpturen; mehr zur Ausstellung in den kommenden Tagen.

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