Edward Hopper verbindet den Amerikanischen Realismus mit dem Modernismus

Edward Hopper, wohl international der bekanntest Amerikanische Realist und in den vergangenen Jahren in einigen Ausstellungen auch in Europa gewürdigt (so beispielsweise im Sommer letzten Jahres mit einer Einzelausstellung in der Fondation Beyeler in Basel) gilt als einer der wichtigsten us-amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts.

Edward Hopper, New York Restaurant, 1922, By Edward Hopper – pinterest.com, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4605446

Edward Hopper wird 1882 in Nyack im Bundesstaat New York, geboren. Nach einer Ausbildung zum Illustrator studiert er Malerei an der New York School of Art bei Robert Henri, der seine Entwicklung hin zum Stil des Amerikanischen Realismus beeinflusst. Zwischen 1906 und 1910 besucht Edward Hopper mehrere Male Europa und insbesondere Paris. Er beschäftigt sich intensiv mit deutscher, französischer und russischer Literatur und studiert die Werke klassischer Maler wie Diego Velázquez, Francisco de Goya, Gustave Courbet und Édouard Manet. Zurück in New York verkauft der Künstler 1913 seine ersten Werke, arbeitet aber weiterhin als Illustrator. Er erlangt allerdings später nicht mit den Illustrationen Berühmtheit, sondern vielmehr mit seinen Ölgemälden, die von seinem großen Interesse an Farbwirkung und seiner Virtuosität in der Darstellung von Licht und Schatten zeugen.

Edward Hopper verbindet den Amerikanischen Realismus mit dem Modernismus – unter Modernismus versteht man gemeinhin das Vertrauen in den Fortschritt und den Skeptizismus gegenüber überkommenen Ideen und traditionellen Werten -, indem er in seinen Werken typische Alltagsszenen reduziert darstellt und ihnen so eine allgemeingültige Aussage verleiht. Ein wichtiges Thema für Edward Hopper ist dabei oft auch die Einsamkeit der Menschen in der Stadt. Darüber hinaus schafft er es, aus seinen Beobachtungen, eine künstlerische Ästhetik zu begründen, die nicht nur die Malerei, sondern auch die Populärkultur, die Fotografie und den Film stark beeinflussen. Er wird durch seine Malerei zum Chronisten der amerikamischen Gesellschaft der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts.

Quelle für dies kurze Einführung und weitere Informationen zur oben erwähnten Ausstellung in Basel: Edward Hopper. Fast 200 seiner Werke finden sich bei WikiArt: Edward Hopper

2 Gedanken zu “Edward Hopper verbindet den Amerikanischen Realismus mit dem Modernismus

  1. Es war mein letzter realer Besuch in einem Museum im letzten Jahr – wie vermisse ich das – denn wenn man einmal vor den Bildern stand, ist das virtuelle Betrachten oder in einem Kunstband eine willkommene Vertiefung – nicht nur Ersatz.
    Lieber Gruß aus dem Pladderregen, Karin

    Gefällt 1 Person

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