Kanadische Landschaftsmalerei in Frankfurt

In den vergangenen Tagen habe ich über den Amerikanischen Realismus geschrieben, der aus der US-amerikanischen Landschaftsmalerei hervorgeht. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet nun den Landschaftsmalern des Nachbarlandes Kanada eine große Ausstellung, die ab diesem Wochenende online und hoffentlich bald auch wieder im Museum zu erleben ist. Die Ausstellung mit dem Titel „Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910-1940 “ ist bis Mitte Mai zu sehen.

Lawren S. Harris (1885 -1970) Mt. Lefroy, 1930, McMichael Canadian Art Collection, 1975.7 © Family of Lawren S. Harris

1920 gründen sieben kanadische Maler die ‚Group of Seven‘ mit dem Ziel die Landschaften Kanadas mit ihren Werken einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. „Uralte Wälder in entle­ge­nen Regio­nen, majes­tä­ti­sche Ansich­ten der Arktis, die Magie der Nord­lich­ter: Die Male­rei der kana­di­schen Moderne entwirft ein mythi­sches Kanada. Voller bild­ne­ri­scher Expe­ri­men­tier­freude reis­ten Anfang des 20. Jahr­hun­derts Künst­le­rin­nen und Künst­ler wie Fran­klin Carmi­chael, Emily Carr, J. E. H. MacDo­nald, Lawren S. Harris, Edwin Holgate, Arthur Lismer, Tom Thom­son oder F. H. Varley aus den Städ­ten tief hinein in die Natur, auf der Suche nach einem neuen male­ri­schen Voka­bu­lar für die kultu­relle Iden­ti­tät der jungen Nation.

In einer verfüh­re­ri­schen visu­el­len Spra­che verkör­pern diese Gemälde und Skiz­zen den Traum einer „neuen“ Welt und zeich­nen ein Idyll der über­wäl­ti­gen­den Land­schaft jenseits der Reali­tät der indi­ge­nen Bevöl­ke­rung und des moder­nen Stadt­le­bens sowie der expan­die­ren­den indus­tri­el­len Nutzung der Natur.“

Quelle dieser kurzen Einführung und alle Informationen zur Ausstellung – insbesondere auch die digitalen Angebote zum virtuellen Besuch der Ausstellung unter Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei. 1910-1940.

Viel Spaß in Frankfurt!

6 Gedanken zu “Kanadische Landschaftsmalerei in Frankfurt

  1. Vor der Tür und ausgeschlossen! Ich hoffe so sehr auf eine baldige Öffnung der Mueseen und Konzerthäuser, die ja alles dafür getan haben, die Besucher zu schützen und trotzdem hat man diese Bemühungen in den Wind geschlagen. Irgendwie bin ich dieser ganzen virtuellen Schauerei müde – es macht einsam und es fehlt vor allem das Drumherum, das belebt und neue Impulse gibt.
    Wenn wieder geöffnet ist, werde ich eine der Ersten sein, die vor der Tür steht.
    Trotz meiner Jammerei bin und war ich Dir bisher für jeden Artikel dankbar, weil ich auch wieder so viel Neues kennengelernt habe.
    Vermutlich fieberst Du wie ich dem realen Schauen ebenso entgegen – Geduld haben grrrrrr
    Aus dem schon tagelang anhaltendem Pladderregen (einen Tag hatten wir Sonne) einen herzlichen Sonntagsgruß, Karin

    Gefällt 2 Personen

  2. Das erinnert mich an meine zweiwöchige Kanadarundreise im August 2019, während der ich in Ottawa die Gelegenheit hatte, mir eine eindrucksvolle Sammlung mit Werken kanadischer Maler und Malerinnen anzuschauen – war das beeindruckend.

    Umso mehr würde ich mich freuen, wenn ich mir die Ausstellung in der Schirn ansehen dürfte.

    LG
    Ulrike

    Gefällt 1 Person

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