Ulrich Rückriem – Steinskulpturen

Vorgestern fanden bereits die ‚gesprengten Blöcke‘ des deutschen Bildhauers Ulrich Rückriems kurz Erwähnung. Ulrich Rückriem absolviert eine Steinmetzlehre, studiert in Köln und arbeitet dort auch in der Dombauhütte. Ende der sechziger Jahre teilt er sich ein Atelier mit Blinky Palermo in Mönchengladbach. Hier entstehen die ersten Steinskulpturen, die ihn als Künstler international bekannt machen werden. Er nimmt verschiedene Professuren an, so an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, an der Kunstakademie Düsseldorf und an der Städelschule in Frankfurt.

„Rückriems steinerne Arbeiten zeichnen sich durch eine überzeugende Masslichkeit, eine zwingende Platzierung und natürlich durch ihre Materialität aus. Jede Skulptur oder Skulpturengruppe besitzt eine unverrückbare, selbstverständliche Präsenz.Die Platzierung ist dem Künstler als unabdingbarer Teil des Kunstwerkes wichtig, denn Umgebung und Skulptur korrespondieren und bilden das Ganze. Die Ordnung der Steine zum Umfeld und zueinander bildet ein geschlossenes System.

Der natürliche Eindruck einer selbstverständlichen Gegebenheit, die Rückriems Skulpturen in der Natur erwecken, wo sie ähnlich Findlingen wie ein Stück der Natur selbst erscheinen, ist ebenso in „künstlichen“ Hallen gegeben. … Es ist die Wirkung des Selbstverständnisses, der Ruhe, der Kraft des Materials Stein, die so sehr fasziniert. … Die sparsamen Arbeitsprozesse sollen für den Betrachter ablesbar und nachvollziehbar sein. Das Spalten, das Schneiden, das Polieren, das wieder Zusammensetzen oder auch das Weglassen von Teilen des Monolithen bestimmen das jeweilige Werk. Anklänge an die Minimal Art sind unverkennbar.

In den letzten Jahren beschäftigte sich der Künstler verstärkt mit Zeichnungen, die als grafische Arbeiten auf Pergamentpapier begannen… Ideelle Basis der Zeichnungen ist das Konzept des Damenproblems beim Schach, wo auf einem gedachten Raster auf jeder Längs- und Querachse nur ein Punkt liegt. Rückriem machte daraus ein verbindendes System mit einer Kunst, die sich wie bei seinen steinernen Skulpturen mit dem Teilen, Aufteilen, Vervielfältigen, Weglassen beschäftigt“

Quelle: Irmgard Ruhs-Woitschützke, „Stille“, Skulpturen-Hallen Ulrich Rückriem, rheinische ART 06/2012, online unter: http://www.rheinische-art.de/cms/, aufgerufen am 18.05.2019.

Hier noch ein Link zu ‚Welt der Form‘ mit Fotos einer Vielzahl seiner Werke unter: http://welt-der-form.net/Ulrich_Rueckriem/index.html

Und ein Link zur Skulpturenhalle Ulrich Rückriem: Kulturzentrum Sinsteden https://kulturzentrum-sinsteden.de/skulpturen-hallen/. Zu dieser Skulpturenhalle in den kommenden Tagen mehr.

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