Andreas Brandt – Klassische Konkrete Kunst I

Im Museum Ritter in Waldenbuch bin ich auf ein Werk des 2016 verstorbenen Malers Andreas Brandt gestoßen. Er zählt zu den wichtigsten deutschen Konkreten Künstler der vergangenen Jahrzehnte. Auf den Internetseiten des Museums habe folgende Beschreibung seines künstlerischen Schaffens gefunden: 

„Es gibt unter den zeitgenössischen, nach den Prinzipien der Konkreten Kunst arbeitenden Künstler solche, denen man – etwa achtzig Jahre nach der Entstehung dieser Richtung – auch andere Stilbegriffe zuordnet. Im Falle von Andreas Brandt jedoch beschreibt der Begriff „Konkrete Kunst“ noch heute sein künstlerisches Schaffen am prägnantesten. Seit den späten sechziger Jahren verweist die reduzierte Formensprache seiner Werke auf einen rationalen Ansatz, bei dem jedes Bildelement seinen festen Platz in einer geometrisch-konstruktiven Komposition einnimmt. Zunächst hatte sich Brandt intensiv mit der schrägen Linie beschäftigt, die er als farbige Balken über die Bildfläche verlaufen ließ. In der Art, wie der Künstler gezielt mit den Koordinaten der zweidimensionalen Leinwand arbeitete, stand er seinem Kollegen Günther Fruhtrunk nahe: Homogene Farbformen, bei denen Hintergrund und Vordergrund nicht mehr eindeutig voneinander zu trennen sind, erzeugen eine kraftvolle Bewegung in der Fläche. Anfang der siebziger Jahre entschied sich Brandt, seine Kompositionen allein aus orthogonalen Formen aufzubauen, was sein persönliches Bedürfnis nach Regelmäßigkeit widerspiegelte.

O.T. (Blau-Weiß-Rot), 1971
Andreas Brandt, O.T. (Blau-Weiß-Rot) , 1971
Quelle: ArtNet

Mit der Beschränkung auf rechtwinklige Bildelemente gründete er seine Werke auf eine logische Ordnung. Die Kompositionen leiteten sich nun aus dem Grundmodul des Quadrats ab, das er zu größeren Einheiten zusammenfasste. Stand er mit diesem Ansatz in der Tradition der Väter der Konkreten Kunst, so ging es Brandt vor allem um eine Harmonie, die er aus der grundlegenden Ordnung eines Bildes gewinnen konnte.“ 

Quelle: Internetauftritt Museum Ritter, ‚Andreas Brandt‘, unter: http://www.museum-ritter.de, aufgerufen am 25.01.2018 

Eine ganze Reihe von Werken von Andreas Brandt finden sich bei ArtNet: Andreas Brandt

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